Hör mal wieder zu

Neulich ist mir aufgefallen, daß doch sehr oft Konversation betrieben wird, bei der keiner der Gesprächsteilnehmer wirklich auf das Gesprochene des anderen eingeht. Kurz gesagt, man quaselt auf das fürchterlichste aneinander vorbei. Hier ein Beispiel.

Zeit: Samstag, 10:30 Uhr
Ort: Supermarkt, Kasse
Person A: Kassierin, Mitte 40, gestresst
Person B: Kunde, Anfang 30, auch nicht besser dran

A: Macht 53,97 Euro.
B: (reicht die Karte rüber) Bitte sehr.
A: (nimmt die Karte) Danke sehr.
B: (unterschreibt schweigend den rübergereichten Kassenbeleg)
A: (überprüft die Unterschrift auf dem Beleg mit der auf der Karte)

STOP

Seit Wochen, Monaten, nein, sogar Jahren folgt auf diesen Akt die von Person A ausgesprochene Abschlussformel „Dann wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende“, worauf Person B dann antwortet „Danke, Ihnen auch“. Seit neuesten haben die Kassendamen jedoch einen gänzlich neuen Spruch drauf und der reisst viele Einkäufer völlig aus der Routine.

A: Waren Sie zufrieden mit Ihrem Einkauf bei uns?
B: Danke, Ihnen auch.

Was schließen wir daraus? Es wird viel geredet, ohne wirklich etwas zu sagen. Am besten kann man dies mit einem kleinen Experiment beweisen. Wenn das nächste mal eine Person niest, sollte man nicht „Gesundheit“, sondern ein beliebiges anderes Wort sagen. Dies kann zum Beispiel „Semmelbrösel“, „Senfgurke“ oder „Gartenzaun“ sein. Ich wette, daß Opfer mit der Schnupfennase wird dies nicht registrieren und sich brav und artig gemäß dem „Hatschi-Gesundheit-Danke“-Ritual bedanken.

Betrug

Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Ich wünsch mir den Eduard Zimmermann wieder zurück ins Fernsehen, denn zu seinen Zeiten hätt´s sowas nicht gegeben. Da schreib ich noch fröhlich davon, wie viel Podcast-Prominenz in der virtuellen Anti-Fußball-Kneipe herumschwirrt und dann kommt plötzlich von Kathrin Pö (der Initiatorin dieser Kneipe) die folgende Nachricht.

Ja Hallo und ein herzliches Dankeschön für die Werbung. Ich hab allerdings eine kleine Berichtigung. Weder ich noch Annik Rubens waren tatsächlich online. Als ich das gelesen bzw. von Jürgen gehört hatte, war ich sogar etwas geschockt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht mal einen Rechner in greifbarer Nähe. Es hat sich mal wieder ein Scherzkeks unter falschem Namen eingeloggt. Kurz darauf wurde sogar versucht in die Pipibox einzubrechen. Ich werd das Gefühl nicht los, dass da die Fifa dahinter steckt. Sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können bitte an mich. 🙂

Also hab ich mal ein wenig im Internet herumrecherchiert und bin dann dabei auf sehr belastendes Bildmaterial gestossen. Kathrin, du hast recht.

IKEA und „Ein Herz für Kinder“

Ich wurde gewarnt. Fahre nicht an einem Samstag zu IKEA. Da sind nur Familien mit nervenden Kindern. Doch ich schlug die Warnung in den Wind.

Unterm Strich war es dann aber doch erträglich. Zwar waren viele Kinder im Geschäft unterwegs, doch die verhielten sich relativ ruhig. Besonders putzig fand ich dabei einen kleinen Dötz von 6 oder 7 Jahren, der sich vorn im Einkaufswagen von seinen Eltern durch die Gegend schieben ließ, und an jeder Abbiegung mit seiner Zunge rhythmisch schnalzend das Geräusch eines Blinkers immitierte. Damit hörte er dann natürlich auch erst auf, wenn der Vater den Einkaufswagen vorschriftsgemäß durch die Kurve gefahren hatte und wieder freie Bahn vor ihm lag. Irgendwie muss ich wohl doch ein Herz für Kinder haben, denn mir kam der Gedanke, dem Jungen aus der Lampenabteilung ein paar Taschenlampen zuzustecken um seinen Auftritt noch ein paar „Visual Effect“ hinzuzufügen.

Dazu kam es aber gottlob nicht. Eine der zahlreichen IKEA-Namensgebungen lenkte mich ab. Ich konnte es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich eine IKEA-Badezimmerproduktpalette mit dem Namen „Viren“. Ich denke, Viren ist doch das letzte, was man gern im sanitären Bereich hätte, oder? Wahrscheinlich gibts die Flasche Sagrotan gleich gratis dabei.

Zu hause kam ich dann wieder auf mein neugewonnenes „Herz für Kinder“ und ich entschloss mich dazu, diesen Begriff doch einfach mal in einen Anagramm-Generator zu werfen. Jetzt kommt der Clou. Wenn man die Buchstaben von EIN HERZ FUER KINDER ein wenig durcheinanderwürfelt, so ergibt das FREIDENKERHIRNE ZU. Fast schon ein wenig philosophisch, oder?

Die Anti-Fussball-Kneipe

Das gestrige Fussballspiel habe ich in der virtuellen Anti-Fussball-Kneipe verbracht, durch die ich durch den Podcast „Rauchpause“ aufmerksam geworden. Offensichtlich besteht die Mehrheit der Deutschen dann aber doch aus bekennenden Fussballfans, denn es war nicht gerade großer Andrang im Chat und ich gebe zu, daß ich selber auch im Hintergrund den Fernseher laufen hatte.

Also, wer war noch in der Anti-Fussball-Kneipe? Zum einen war da der Jürgen von juergenworld-Podcast. Ich bin bisher noch nicht dazu gekommen mir seinen Podcast, sowie seine Empfehlung „Wangenroth„, den Podcast eines 58jährigen Bestatters, anzuhören. Ich werde dies jedoch umgehend nacholen. Später schaute dann auch noch David vom „Audiotelegramm“ vorbei. Kurzbesuche gab es von KathrinPö (Rauchpause) und Annik Rubens von Schlaflos in München.

Jedenfalls war es ein recht netter Chat, jedoch hat mich der Besuch dieser Anti-Fussball-Kneipe mal wieder nachdenklich gemacht. Ich habe die komplette normale Spielzeit im Chat verbracht und habe ihn dann in der 90. Minute verlassen. Kaum war ich draussen, schossen die Deutschen das Tor für den Sieg der Begegnung. Zufall?

Die Frühstücksbrezel – Teil 2

Ich betrete die Bäckerei und schaue verwirrt die Verkäuferin an. Sie hat meine Salzbrezel noch nicht eingepackt.

„Eine Salzbrezel“, flüstere ich ein wenig verunsichert, greife mir eine Zeitung vom Bildzeitungsstapel und setze ein „und eine Bild“ hintendran.

„Tut mir leid. Salzbrezeln hab ich heut nicht. Der Lieferant hat uns versetzt.“

Aber als gute Verkäuferin hat sie natürlich gelernt, daß man einen Kunden nicht einfach so wieder rausschicken kann.

„Darfs vielleicht ein Stück Butterkuchen sein?“

Es ist auf nichts in der Welt verlass.