Cover-Versionen

Uuuuaaah, ich hasse es, wenn ich mich korrigieren muss, aber in diesem Fall ist es leider mal wieder nötig. Zur Vorgeschichte: Ich bin ein absoluter Gegner von Coverversionen bekannter Songs aus den 80´er Jahren. Nehmen wir beispielsweise eine CD aus der umglückseeligen „Future-Trance“ Reihe. Dort finden sich immer ein paar Tracks, bei denen sich meine Fußnägel aufrollen. Seien es gute alte Songs von Kim Wilde, Gazebos geniales „I like Chopin“ oder nun gerade aktuell „We are the Champions“ im Original von Queen, nun aber neu aufgelegt vom verrückten Frosch. Furchtbar. Immer wieder habe ich mich dabei gefragt, warum so etwas sein muss. Fällt den Musikproduzenten von heute denn nichts neues mehr ein? Früher gab es sowas doch auch nicht. In den guten alten 80´ern wurde doch schließlich auch alles selbständig komponiert und getextet.

Vorgestern schaute ich mir dann eine Folge der Zeitreiseserie „Zurück in die Vergangenheit“ auf DVD an. In einer Szene dudelte plötzlich im Radio ein Lied, das mir sehr bekannt vorkam. Es war „Dancing in the Street“ von Mick Jagger und David Bowie. Dummerweise ist dieses Lied von 1985 und der Zeitreisende aus der Serie befand sich gerade im Jahr 1963. Also hab ich mal ein wenig rumgegoogelt und … Bowie und Jagger haben tatsächlich gecovert. Das Original singt eine Damentruppe namens „Martha & the Vandellas“. Und wieder bröselt ein Stück meines Weltbildes dahin.

Werbung

So, nun kommt der Augenblick, in dem der Opa in mir seine „Werthers Echten“ verteilt und von früher erzählt, denn früher war ja bekanntlich alles besser. Beispielsweise lief früher nicht einfach so ein Werbespot hinter dem anderen. Oh nein. Da gab es zwischendurch immer die Mainzelmännchen. Okay, die gibt es heute auch, aber ich rede nicht von diesen supertrendigen Cybermainzelmännchen von heute, sondern von den guten alten, die noch ihr Mützchen angehoben und den Zuschauer mit einem langgezogenen „Gudn Aaaaaabend“ begrüsst haben. Oder Ute, Schnute und Kasimir mit ihrem Hund Moppel. Das waren noch Zeiten.

Wie ich jetzt auf Werbung komme? Nun, ich habe einen Pakt mit dem Teufel geschlossen. Denn zusätzlich zur Adresse duebelsgeistesblitz.blogspot.com ist dieser Blog nun auch unter derduebel.kann.es erreichbar. Möglich machts www.weiss.es

Die neue URL kann man sich einfach besser merken und zusätzlich schmeichelt sie meinem Ego.
Einziger Wehrmutstropfen ist ein kleiner unscheinbarer Werbebalken gaaaanz unten auf der Seite. Dort werden nun von taiwanesischen Landfrauen handgeknüpfte Schlauchboote und andere interessante Sachen an den Mann gebracht. Wer sich dies dennoch nicht antun möchte erreicht die Seite natürlich noch immer unter der alten Adresse.

Hör mal wieder zu

Neulich ist mir aufgefallen, daß doch sehr oft Konversation betrieben wird, bei der keiner der Gesprächsteilnehmer wirklich auf das Gesprochene des anderen eingeht. Kurz gesagt, man quaselt auf das fürchterlichste aneinander vorbei. Hier ein Beispiel.

Zeit: Samstag, 10:30 Uhr
Ort: Supermarkt, Kasse
Person A: Kassierin, Mitte 40, gestresst
Person B: Kunde, Anfang 30, auch nicht besser dran

A: Macht 53,97 Euro.
B: (reicht die Karte rüber) Bitte sehr.
A: (nimmt die Karte) Danke sehr.
B: (unterschreibt schweigend den rübergereichten Kassenbeleg)
A: (überprüft die Unterschrift auf dem Beleg mit der auf der Karte)

STOP

Seit Wochen, Monaten, nein, sogar Jahren folgt auf diesen Akt die von Person A ausgesprochene Abschlussformel „Dann wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende“, worauf Person B dann antwortet „Danke, Ihnen auch“. Seit neuesten haben die Kassendamen jedoch einen gänzlich neuen Spruch drauf und der reisst viele Einkäufer völlig aus der Routine.

A: Waren Sie zufrieden mit Ihrem Einkauf bei uns?
B: Danke, Ihnen auch.

Was schließen wir daraus? Es wird viel geredet, ohne wirklich etwas zu sagen. Am besten kann man dies mit einem kleinen Experiment beweisen. Wenn das nächste mal eine Person niest, sollte man nicht „Gesundheit“, sondern ein beliebiges anderes Wort sagen. Dies kann zum Beispiel „Semmelbrösel“, „Senfgurke“ oder „Gartenzaun“ sein. Ich wette, daß Opfer mit der Schnupfennase wird dies nicht registrieren und sich brav und artig gemäß dem „Hatschi-Gesundheit-Danke“-Ritual bedanken.

Betrug

Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Ich wünsch mir den Eduard Zimmermann wieder zurück ins Fernsehen, denn zu seinen Zeiten hätt´s sowas nicht gegeben. Da schreib ich noch fröhlich davon, wie viel Podcast-Prominenz in der virtuellen Anti-Fußball-Kneipe herumschwirrt und dann kommt plötzlich von Kathrin Pö (der Initiatorin dieser Kneipe) die folgende Nachricht.

Ja Hallo und ein herzliches Dankeschön für die Werbung. Ich hab allerdings eine kleine Berichtigung. Weder ich noch Annik Rubens waren tatsächlich online. Als ich das gelesen bzw. von Jürgen gehört hatte, war ich sogar etwas geschockt. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht mal einen Rechner in greifbarer Nähe. Es hat sich mal wieder ein Scherzkeks unter falschem Namen eingeloggt. Kurz darauf wurde sogar versucht in die Pipibox einzubrechen. Ich werd das Gefühl nicht los, dass da die Fifa dahinter steckt. Sachdienliche Hinweise, die zur Aufklärung beitragen können bitte an mich. 🙂

Also hab ich mal ein wenig im Internet herumrecherchiert und bin dann dabei auf sehr belastendes Bildmaterial gestossen. Kathrin, du hast recht.

IKEA und „Ein Herz für Kinder“

Ich wurde gewarnt. Fahre nicht an einem Samstag zu IKEA. Da sind nur Familien mit nervenden Kindern. Doch ich schlug die Warnung in den Wind.

Unterm Strich war es dann aber doch erträglich. Zwar waren viele Kinder im Geschäft unterwegs, doch die verhielten sich relativ ruhig. Besonders putzig fand ich dabei einen kleinen Dötz von 6 oder 7 Jahren, der sich vorn im Einkaufswagen von seinen Eltern durch die Gegend schieben ließ, und an jeder Abbiegung mit seiner Zunge rhythmisch schnalzend das Geräusch eines Blinkers immitierte. Damit hörte er dann natürlich auch erst auf, wenn der Vater den Einkaufswagen vorschriftsgemäß durch die Kurve gefahren hatte und wieder freie Bahn vor ihm lag. Irgendwie muss ich wohl doch ein Herz für Kinder haben, denn mir kam der Gedanke, dem Jungen aus der Lampenabteilung ein paar Taschenlampen zuzustecken um seinen Auftritt noch ein paar „Visual Effect“ hinzuzufügen.

Dazu kam es aber gottlob nicht. Eine der zahlreichen IKEA-Namensgebungen lenkte mich ab. Ich konnte es kaum glauben, aber es gibt tatsächlich eine IKEA-Badezimmerproduktpalette mit dem Namen „Viren“. Ich denke, Viren ist doch das letzte, was man gern im sanitären Bereich hätte, oder? Wahrscheinlich gibts die Flasche Sagrotan gleich gratis dabei.

Zu hause kam ich dann wieder auf mein neugewonnenes „Herz für Kinder“ und ich entschloss mich dazu, diesen Begriff doch einfach mal in einen Anagramm-Generator zu werfen. Jetzt kommt der Clou. Wenn man die Buchstaben von EIN HERZ FUER KINDER ein wenig durcheinanderwürfelt, so ergibt das FREIDENKERHIRNE ZU. Fast schon ein wenig philosophisch, oder?