Die Überstunden des Michael B.

Und wieder dreht es sich heutige um das leidige Thema Arbeitszeiten. Diesmal habe ich mir mal Gedanken um die Stempeluhr unserer Nationalelf gemacht. Ich stelle mir das so vor, daß diese Stempeluhr im Mittelgang zwischen den Umkleidekabinen und dem Ausgang zum Spielfeld hängt. Hier ziehen unsere deutschen Nationalspieler Ihre DFB-Zeiterfassungskarten durch und bekommen pro Spielabend im Normalfall ihrem Stundenkonto 90 Minuten gutgeschrieben.

In den letzten Spielen gab es jedoch Verlängerungen von je 2 x 15 Minuten, vom Elfmeterschießen ganz zu schweigen. Was geschieht nun mit dieser einen Überstunde? Wird diese ausgezahlt, oder kann sie „abgefeiert“ werden? Müssen wir also damit rechnen, daß die komplette deutsche Nationalmannschaft am Samstag im Spiel um den dritten Platz nach 30 Minuten geschlossen den Platz verlässt um irgendwo in der Stuttgarter Innenstadt schön ein Eis zu essen? Samstag wissen wir mehr.

Verlängerte Ladenöffnungszeiten

Irgendwie tun sie mir ja doch leid, die armen Verkäuferinnen im Supermarkt um die Ecke. Während der WM ist das Geschäft jeden Abend bis 22 Uhr geöffnet. Normalerweise käme ich auch niemals auf die Idee, nach 20 Uhr noch einen Einkauf zu tätigen. Ich habe spätestens um 18 Uhr Feierabend und somit noch genügend Zeit, noch fehlende Zutaten für das Abendessen zu besorgen. Jedoch hat sich die Geschäftsführung einen Trick ausgedacht, um doch noch einige Käufer in den Laden zu locken. Bei meiner ersten abendlichen Besorgung bekam ich eine Tafel Rittersport als Geschenk des Hauses dazu. Also, brav „Danke“ gesagt und wieder raus. Beim nächsten Mal gab es einen ganzen Karton Ritter-Sport (3 normale Tafeln, eine Packung Minis und eine Packung Schokowürfel). Beim dritten Mal gab es einen Fussball-Mix von Milka und heute mal wieder die Riesenpackung Rittersport.

Ich muss gestehen, daß ich meine Einkäufe mittlerweile auf den Abend verlege. Zum einen ist es da erheblich kühler und ich kann meine Schokoladenvorräte gratis aufstocken. Ein schlechtes Gewissen plagt mich aber irgendwie doch. Schließlich haben die Angestellten im Einzelhandel eigentlich jetzt schon sehr bescheidene Arbeitszeiten und meine Schokogeilheit wird bei der nächsten Geschäftsführerversammlung der Supermarktkette als Kundenwunsch zur Verlängerung der Öffnungszeiten ausgelegt. Und wenn der 22 Uhr Ladenschluss erstmal durch ist, gibts bestimmt keine Schoki mehr ab 20 Uhr.

Lieber Käpt´n Iglo,

nimm es mir nicht übel, aber ich glaube Du willst mich verarschen. Da sehe ich doch kürzlich das folgende Angebot von Dir in meiner Morgenzeitung.

13 + 2 Fischstäbchen. 15% mehr Inhalt. Klingt ja ganz nett, hat aber einen Haken. Auf www.iglo.de kann ich lesen, daß es Deine Fischstäbchen in den Packungsgrößen zu 5, 10 und 15 gibt. Nun willst Du mir aber plötzlich erzählen, daß es immer schon Packungseinheiten mit 13 Stäbchen gab, denen Du nun als Sonderbonus 2 Stücke panierten Pressfisch extra hinzugefügt hast.

Mmmmhhh, 13 + 2? Moment, das ergibt doch 15, oder? Kann es sein, daß es sich hier einfach nur um die ganz stinknormale 15´er Packungseinheit handelt, die einfach einen neuen blenderischen Aufdruck bekommen hat? Nein, das kann nicht sein. Käpt´n Iglo, der Werbeheld aus meiner Kindheit würde so etwas niemals tun.

Ich habe auf jeden Fall etwas hieraus gelernt. Ich werde gleich nach meinem Urlaub zu meinem Chef gehen und ihn darauf hinweisen, daß ich für ihn nicht mehr 8 Stunden täglich arbeiten werde, sondern von nun an 6 + 2 Stunden. Das sind immerhin auch über 30% mehr … fürs gleiche Geld.

Renovierungsstress

Endlich ist wieder Normalität eingekehrt. Fast eine Woche haben meine Frau und ich nun damit verbracht, unser Wohnzimmer ein wenig wohnlicher zu gestalten. Das bedeutet in unserem Falle eine sonnengelbe Tapete, ahornfarbenes Laminat und eine Neuanordnung unserer Möbel. Völlig aus meinem Zeitplan gerissen hat mich der so simpel klingende Vorgang des „Tapeteabreissens“. Einen kompletten Tag hat es gedauert, diese elende Tapete zu entfernen. Der Teufel allein weiss, was in diesem Kleister damals noch alles gewesen sein muss. Auf jeden Fall war das für mich der letzte Tapetenwechsel. Ich hab da fürs nächste Mal eine ganz andere Idee.

Am Ende dieser WM stehen doch überall diese netten großen Videoleinwände herum. Die werd ich mir schnappen, an meinem PC anschließen und vor die Wände in meinem Wohnzimmer plazieren. Wenn mir dann die alte Tapete nicht mehr gefällt, ziehe ich mir einfach ein neues „Wallpaper“ aus dem Internet. Geht viel einfacher, ist nervenschonender und vor allem auch günstiger.

Ein Märchen

Es war einmal ein König, der seinen Sohn in die Welt hinaussandte, damit er sich eine holde Maid erwählen solle. Der Königssohn tat wie ihm geheißen wurde und fand nach einer langen beschwerlichen Reise endlich eine hübsche Bauerstochter, deren bezauberndes Antlitz ihm das Herz schier in der Brust zerspringen ließ. Doch trotzdem der Prinz ein gutausehender, muskulöser, gebildeter und nicht zuletzt wohlhabender Mann war, stellte das junge Mädchen eine Bedingung.

http://jansmission.com/

Die schönsten Märchen schreibt das Leben doch selbst, oder?